Die Weltwirtschaftskrise erfasst auch den PC-Markt. Der Absatz ging im ersten Quartal 2009 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 6,5 Prozent zurück. Daran konnten auch die begehrten Netbooks nichts ändern.
Auch die PC-Branche leidet unter der momentanen Wirtschaftsflaute. Foto: © Peter Ehmann/aboutpixel.de
Der Nachfrageschwund traf laut US-Marktforschungsinstitut Gartner sowohl das Verbraucher- als auch das Geschäftskundensegment. Einziger Lichtblick waren die Netbooks, die schon in den Vormonaten den Markt angetrieben hatten. „Günstige mobile PCs bleiben in den meisten Regionen der Wachstumstreiber“, sagte Gartner-Analyst Mikako Kitagawa. Allerdings sei bei diesen Geräten ein deutlicher Umsatzrückgang zu erwarten, weil die durchschnittlichen Verkaufspreise sänken.
Ob der Abwärtstrend weitergeht, lässt sich derzeit noch nicht sagen. „Es ist noch unklar, ob der globale PC-Markt die Talsohle durchschritten hat“, sagte Gartner-Analyst George Shiffler. Es deute zwar einiges darauf hin, dass die Unternehmen vor allem in den USA ihre Bestände wieder aufstockten, dies könne jedoch noch nicht als Erholung gewertet werden.
HP hat seinen Vorsprung als Marktführer ausgebaut. Laut Gartner stammte jeder fünfte Rechner von dem US-Hersteller (19,8 Prozent Marktanteil). Dell verlor weiter an Boden und teilt sich bei rund 13 Prozent Marktanteil den zweiten Platz mit Acer. Während der US-Konzern unter der Schwäche seines Heimatmarktes litt, profitierten die Taiwanesen vom Boom der Mini-Notebooks. Der PC-Markt verzeichnete sechs Jahre in Folge hohe, zumeist zweistellige Wachstumsraten, stagnierte aber im letzten Quartal 2008. (dpa/rs)


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